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BIOMETRIE

Eines der häufigsten Schlagwörter in Sachen Zugangskontrolle ist die Biometrie.

Tickets sind oft persönlich und nicht übertragbar. Dann ist die Identifizierung des Ticketinhabers in vielen Anwendungen eine wichtige Aufgabenstellung.

Was bedeutet eigentlich Biometrie?

Biometrie oder Biometrik ist die Lehre von der Messung an Lebewesen. Biometrische Authentifikation ist die automatische Erkennung eines Lebewesens mit Hilfe geeigneter Körpermerkmale. Durch Bestimmung geeigneter charakteristischer körperlicher Merkmale während des Authentifikationsvorgangs wird durch Vergleich mit den hinterlegten biometrischen Daten die Identität einer Person festgestellt.

Die Biometrie ist auch keineswegs neu, in der Kriminalistik ist sie der Schlüssel zur Identifizierung des Täters. Die bekanntesten biometrischen Merkmale sind der Fingerabdruck, die Unterschrift, die Gesichtsgeometrie, das Muster der Iris, die Stimme und die DNA.

Alle biometrischen Verfahren arbeiten nach dem Prinzip der Mustererkennung. Die raschen Fortschritte in der Leistungsfähigkeit der Rechner haben dazu geführt, dass die lange Zeit dem Menschen vorbehaltene Auswertung von biometrischen Merkmalen nun auch von Sensoren und Maschinen durchgeführt werden kann.

Für den Fingerprint kommen kapazitive, optische oder thermische Sensoren zum Einsatz. Alle anderen Merkmale werden mit Kameras erfasst, sieht man vom Labor für die DNA ab.

Bestimmend für den Einsatz der Biometrie in der Zugangskontrolle sind neben Faktoren wie der Genauigkeit und der Kosten vor allem der Komfort. Unterschieden wird zwischen:

Identifikation - die Zugangskontrolle ohne Ticket - das biometrische Merkmal wird mit allen im System gespeicherten Referenzmerkmalen verglichen

Verifikation - die Zugangskontrolle mit Ticket - das System vergleicht das biometrische Merkmal nur mit dem zur User-ID passenden Referenzmerkmal. Die Verifikation ist deutlich zuverlässiger, besonders bei einer größeren Anzahl von Nutzern.

Für die Beurteilung der Qualität eines biometrischen Systems haben sich zwei Begriffe etabliert:

Falschakzeptanzrate (FAR) - die Häufigkeit, mit der nicht berechtigte Personen als berechtigt akzeptiert werden.

Falschrückweisungsrate (FRR) - die Häufigkeit, mit der berechtigte Personen unberechtigterweise zurückgewiesen werden.

Schon diese beiden Begriffe zeigen, dass die Biometrie in der Zugangskontrolle nur mit Einschränkungen einsetzbar ist, zählt doch die Betriebssicherheit in Zugangssystemen im öffentlichen Bereich zu einem der wichtigsten Kriterien. Allgemein gilt – je genauer das System prüft desto höher ist die Zurückweisungsrate. Falschzurückweisungsraten von 1% (ein Prozent) sind bereits ein ausgezeichneter Wert. In der Zugangskontrolle im „Public Access“ sind FRR-Werte größer ein Promille nicht akzeptabel. Um sich das besser vorzustellen: Bei einem Promille gibt es in einem Stadion mit 50.000 Besuchern bereits 50 Reklamationen.

Bei einem Prozent hingegen würden 500 Reklamationen zu bearbeiten sein – ein Zustand der nicht mehr bewältigt werden kann. Die Bedeutung biometrischer Verfahren in der Zugangskontrolle wird zunehmen. Die Anwendungen bei Reisepässen und anderen Sicherheitsbereichen beschleunigen die Weiterentwicklung. Axess zählt auch hier zu den Innovatoren, unsere Systeme sind darauf vorbereitet, biometrische Verfahren einzusetzen.

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